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Automarke BMW

Die drei Buchstaben "BMW" stehen für einen der wichtigsten und größten deutschen Automobilhersteller. Der Hauptsitz sowie das Stammwerk der "Bayerischen Motoren Werke AG" befinden sich in München, von wo die weltweiten Geschicke des Konzerns gesteuert werden. Die Geschichte der Marke "BMW" begann im Jahr 1913 mit der Gründung der "Rapp Motorenwerke" durch den Namensgeber Karl Rapp. Nur vier Jahre später, 1917, folgte die Namensänderung in "Bayerische Motorenwerke GmbH" und ein weiteres Jahr darauf die Änderung in eine Aktiengesellschaft. Nachdem man sich mehr als ein Jahrzehnt lang fast ausschließlich auf die Herstellung von Flugzeugmotoren konzentriert hatte, begann im Jahre 1928 auch die Automobilherstellung des Konzerns. Dazu übernahm "BMW" die "Fahrzeugfabrik Eisenach", sodass 1929 dort das erste Automobil vom Band lief. Weitere drei Jahre vergingen nun, bis die "Bayerischen Motorenwerke" ihr erstes komplett selber konstruiertes Automobil, den "AM1", präsentieren konnten.

Im Zweiten Weltkrieg wurde das Münchener Stammwerk des Konzerns fast vollständig zerstört, während das Eisenacher Werk nahezu unverschont blieb. Unmittelbar nach Beendigung des Krieges nahm man in Eisenach die Produktion der Vorkriegs-Fahrzeuge wieder auf. Der Münchener Hauptsitz konnte aufgrund der innerdeutschen Trennung keinen Einfluss auf die Eisenacher Werke nehmen, sodass man dem Werk verbot, die Produkte unter dem Namen "BMW" zu verkaufen. Es dauerte bis 1951 ehe auch in München Automobile hergestellt werden konnten, das erste Nachkriegsmodell trug den Namen "BMW 501". Die Produktion dieser Luxuskarosse war so aufwendig, dass der Konzern mit jedem verkauften Modell rund 4000 Mark Verlust machte. Gleichzeitig sanken auch die Absatzzahlen der Motorräder, sodass die Marke in eine schwerwiegende Finanzkrise geriet. Selbst die Lizenzproduktion der berühmten "Isetta" konnte diese Krise nicht abgwendet werden, es fehlte schlichtweg an einem erschwinglichen Produkt für die große Mittelklasse. Erst 1962 wurde mit dem Modell "1500" der Grundstein zu einer neuen Mittelklasse-Serie gelegt. In den folgenden Jahren erlebt das Unternehmen einen großen Aufschwung, 1963 erhalten die Aktionäre erstmals wieder eine Dividende. Zudem wird die "Hans Glas GmbH" übernommen und an deren Standort in Dingolfing ein neues Werk eröffnet. Nur wenige Jahre später folgt die Errichtung weiterer Produktionsstätten in Österreich und Südafrika. Heute beschäftigt die Marke mehr als 105.000 Angestellte und steigert jährlich ihre Absätze.

Die bekannteste Mittelklasse-Serie des bayerischen Hersteller ist die "3er" Reihe, deren Entwicklung bereits 1966 begann. Das aktuellste Modell befindet sich seit dem Jahre 2005 im Verkauf und wurde im selben Jahr in einer Umfrage unter den Lesern der Fachzeitschrift "Auto, Motor und Sport" zum Mittelkasse-Modell des Jahres gewählt. Die obere Mittelklasse bedienen die "Bayerischen Motorenwerke" mit der "5er", die Oberklasse mit der "7er" Reihe. Die aktuellste Version der "7er BMW" wird bereits seit 2001 produziert und in den vergangenen Jahren lediglich geringfügig verändert. Die sportlichsten Modelle des Hauses sind der "Z4" Raodster sowie das "6er"-Coupé. Das neueste Mitglied der BMW-Familie ist der "X6", der seinen Vorgänger als sogenanntes "Sports Activity Vehicle" ablöst. Das weltweit einzige "Sport Utility Coupé" wurde auf der diesjährigen IAA vorgestellt, Anfang des Jahres 2008 soll das Automobil schließlich in Serie gehen. Nach offiziellen Angaben des Herstellers soll die günstigste Variante des ausschließlich in Amerika gefertigten Coupes 55.000 Euro kosten.

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