Die mittlerweile zum Fiatkonzern gehörende italienische Automarke Ferrari wurde 1947 von dem ehemaligen Rennfahrer Enzo Ferrari gegründet.
Charakteristisch für die Marke Ferrari ist nach wie vor das sich aufbäumende schwarze Pferd auf gelbem Untergrund, versehen mit den Buchstaben S und F, die für Scuderia Ferrari stehen.
Ihre Wurzeln hat das in Maranello beheimatete Unternehmen im Rennstall gleichen Namens, die zwischen 1929 und 1938 erfolgreich als Werksteam für die Autos von Alfa Romeo arbeitete. Diese Scuderia Ferrari zog bereits im Jahr 1943 nach Maranello. Die Fabrik wurde 1944 im Krieg zerstört, konnte jedoch nach dem Wiederaufbau 1946 wieder in Betrieb gehen. Das erste eigene Automobil der Marke Ferarri 125 C Sport lief 1947 vom Band. Hauptaugenmerk der Produktion lag auf Rennwagen für die Mille Miglia, einem der renommiertesten Straßenrennen dieser Zeit. Um wirtschaftlich überleben zu können, wurden diese Autos auch an Privatleute verkauft. Aus dieser Geschäftssparte ging die Entwicklung von Sportwagen außerhalb des Rennbetriebs hervor. Die exklusiven Karossen von Ferrari wurden von so bekannten Herstellern wie Pininfarina, Scaglietti, Bertone und Vignale gefertigt und entworfen.
Der Name Ferrari steht bis heute für besonders leistungsstarke und dennoch kleine Motoren, ihren einprägsamen Klang und das ästhetische Äußere der Wagen. Das hohen Ansehen der Marke verhieß im Laufe der Jahre aber nicht nur wirtschaftlichen Erfolg. In den 60er Jahren machte Ford das erste Übernahmeangebot. Nach der Ablehnung entwickelte Ford einen eigenen Sportwagen und beendete damit die Vorherrschaft der Ferraris in diesem Bereich. Erst mit dem Einstieg des Fiatkonzerns 1969 verfügte Ferrari die ökonomischen Mittel, um dem das Modell Ferrari 512 entgegen zusetzen. Das Fahrzeug wurde lediglich 25 mal gebaut. Schon 1973 wurde die Produktion von Rennwagen dann endgültig eingestellt. Seit Anfang der 70er Marke begann der unaufhaltsame Abstieg der Marke. Zahlreiche Neuregelungen bezüglich der Abgas- und Sicherheitsvorschriften in den USA führten dann endgültig zu starken Absatzeinbrüchen. Erst der Tod des Firmengründers Enzo Ferraris im Jahr 1988 führte wieder zu einer gestiegenen Nachfrage. Erst jüngst brachte Ferrari dann auch wieder Rennwagen für Amateure auf den Markt, wie den Ferrari 360. Mittlerweile produziert die exklusive Marke etwa 4000 Wagen im Jahr.