Das Teuerste am Auto sind weder die Reparaturen noch die Tankrechnungen. Der größte Posten ist der Wertverlust, speziell der in den ersten drei Jahren. Was liegt da näher, als sich nach einem Gebrauchtwagen umzusehen, und auf diese Weise den hohen Wertverlust einfach den Erstbesitzer bezahlen zu lassen?
Die entscheidende Frage ist dabei: Von Privat oder vom Händler kaufen? Im Allgemeinen sind Autos aus privater Hand deutlich günstiger zu bekommen. Dafür ist jedoch das Risiko von Mängeln und verdeckten Schäden erheblich größer. Beim Händler sieht die Sache ganz anders aus: Er kann sich um die gesetzlich fest gelegte Gewährleistungspflicht nicht herum drücken. Mindestens ein Jahr lang hat er für auftetende Schäden einzustehen. Das muss er natürlich bei seinen Verkaufspreisen mit einkalkulieren. Das ist der Grund, warum bei Händlern praktisch keine Fahrzeuge mehr zu Preisen von unter 3000 Euro zu finden sind. Trotzdem muss ein Auto aus privater Hand nicht zwangsläufig schlechter sein. Es kommt auf den Einzelfall an. Bevor er sich um technische und optische Details kümmert, sollte sich jeder Interessent für die "Geschichte" des betreffenden Autos interessieren. Das heißt: Kraftfahrzeugbrief und Wartungsheft zeigen lassen! Wie viele Vorbesitzer in welcher Zeit? Wie alt waren die Vorbesitzer? Beispielsweise lassen drei 18-Jährige innerhalb eines Jahres Schlimmes vermuten. Stimmen die Inspektionsnachweise mit ihrem Datum mit dem angegebenen Kilometerstand überein? Gibt es Lücken? Viele Kilometer in kurzer Zeit, und dann auch noch ohne Wartung? Erst wenn die "Geschichte" plausibel ist, sollte das Fahrzeug auf optische und technische Details hin überprüft werden.